Aktuelles aus der Präventionsarbeit

"Prävention ist mehr als Improvisation"

Fachtag des Erzbistums Paderborn in der Kommende Dortmund

Paderborn/Dortmund, 30. Januar 2018. Zum Fachtag „Prävention ist mehr als Improvisation“ lädt die Koordinationsstelle Prävention von sexualisierter Gewalt im Erzbistum Paderborn am 28. Februar 2018 in das Sozialinstitut Kommende nach Dortmund ein.

„Es bedarf einer sichtbaren Haltung, es braucht Wissen und Sensibilität und Konzepte sind erforderlich“, erläutert Karl-Heinz Stahl, Präventionsbeauftragter im Erzbistum Paderborn, die drei wichtigen Akzente dieser Tagung. Dazu konnten auch wieder namhafte Referentinnen und Referenten gewonnen werden. Brigitte Braun (Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung) referiert über das Thema „Es braucht eine sichtbare Haltung“. Julia von Weiler (Innocence in Danger) gibt einen Impuls „Es braucht Wissen, auch um die Relevanz der sozialen Medien im Kontext sexualisierter Gewalt“.

Julia von Weiler referiert zum Thema "Es braucht Wissen, auch um die Relevanz der sozialen Medien im Kontext sexualisierter Gewalt".privat Julia von Weiler (Psychologin) studierte Psychologie an der New York University und der Freien Universität Berlin. Seit 1991 setzt sie sich für Betroffene sexualisierter Gewalt ein: in Anlauf- und Beratungsstellen genauso wie der stationären Jugendhilfe. Seit 2003 ist sie die Geschäftsführerin von „Innocence in Danger e.V.“, der deutschen Sektion eines internationalen Netzwerks gegen sexuellen Missbrauch, insbesondere mittels digitaler Medien (www.innocenceindanger.de). Sie ist Autorin diverser (Fach-)Artikel sowie des Elternratgebers „Im Netz. Kinder vor sexueller Gewalt schützen“ (2014, Herder Verlag).

Brigitte Braun referiert zum Thema "Es braucht eine sichtbare Haltung".privat Brigitte Braun (Diplom Sozialpädagogin) ist seit mehr als 30 Jahren im Arbeitsbereich Sexualisierte Gewalt gegen Mädchen, Jungen und Frauen tätig. Sie ist Interventionserfahren und als Fachreferentin für Prävention von (sexualisierter) Gewalt in der Aus- und Fortbildung, Konzeptentwicklung mit Institutionen und Training von Grenzachtendem Umgang unterwegs. Seit 2013 als Referentin für Prävention von sexuellem Kindesmissbrauch bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) in Köln. Zudem ist sie Supervisorin M.A., qualifizierte Erwachsenenbildnerin und WenDoTrainerin.

Über ihre Konzepte berichten die Präventionsfachkräfte Pastor Carsten Adolfs und Marion Nolden sowie Christoph Stork als Prozessbegleiter bei der Entwicklung Institutioneller Schutzkonzepte.

Eingeladen sind zu diesem Fachtag Trägervertreter, Präventionsfachkräfte, Schulungsreferentinnen und Schulungsreferenten, Begleitende von Schutzkonzeptprozessen, Fachreferentinnen und Fachreferenten aus der Jugendhilfe sowie weitere Interessierte.