Aktuelles aus der Präventionsarbeit

„Echt krass“ informiert Jugendliche über sexuelle Grenzverletzungen

Interaktiver Präventionsparcours im Edith-Stein-Berufskolleg und in den Michaelsschulen

Irena Bruster (Präventionsfachkraft der Michaelsschulen), Andreas Hinrichs (Präventionsfachkraft des Edith-Stein-Berufskollegs) und Schulsozialarbeiterin Christine Johannimloh freuen sich die Ausstellung „Echt krass“ in den nächsten Wochen in ihren Schulen präsentieren zu können.pdp / Ronald Pfaff Paderborn, 31. Januar 2018. Die Ausstellung „Echt krass!“ des PETZE-Instituts bietet den Jugendlichen die Möglichkeit der Auseinandersetzung mit dem Thema „sexuelle Grenzverletzungen“. Der interaktive Präventionsparcours will eine Stärkung der sozialen Kompetenz und eine Sensibilisierung der Jugendlichen erreichen und vermittelt Handlungsalternativen und Auswege aus der sexualisierten Gewalt.

Seit dieser Woche ist der interaktive Präventionskurs „Echt krass! Wo hört der Spaß auf?“ bis zum 6. Februar 2018 im Edith-Stein-Berufskolleg zu sehen. Danach wandert die Ausstellung, die sich mit der Thematik „Jugendliche und sexuelle Gewalt“ beschäftigt, bis zum 14. Februar zu den Michaelsschulen in Paderborn.

Den Anstoß, die Ausstellung in Paderborn an den Schulen in Trägerschaft des Erzbistums Paderborn zu zeigen, gab der Arbeitskreis „Nähe und Distanz“ des Edith-Stein-Berufskollegs, der die Prävention sexualisierter Gewalt zur Aufgabe hat. Bei den Schülerinnen und Schülern des Edith-Stein-Berufskollegs trifft die Aktion auf große Resonanz. Bereits im Vorfeld war die Freude bei den Jugendlichen des Berufskollegs groß, dass die „beliebte und bekannte Ausstellung“ ausgerechnet in ihrer Schule Station macht.

Schülerinnen und Schüler des Edith-Stein-Berufskollegs schauen sich mit großem Interesse die Ausstellung „Echt krass” an.pdp / Ronald Pfaff In Begleitung der Lehrerinnen und Lehrer sowie der Präventionsfachkraft Andrea Hinrichs und Schulsozialarbeiterin Christine Johannimloh besuchen die 11. Klassen der Fachoberschule, der Höheren Berufsfachschule und Kinderpflege sowie Studierende in der Ausbildung zur Erzieherin und Erzieher die Ausstellung. „Die Schülerinnen und Schüler haben viele Fragen gestellt und sich an den fünf Stationen gut informieren können. Es gab viel Diskussionsbedarf“, freute sich Andrea Hinrichs über die Resonanz. An den Michaelsschulen werden Schülerinnen und Schüler der Realschule und des Gymnasiums ab der 8. Klasse Gelegenheit haben, den interaktiven Parcours zu durchlaufen.

Mit fünf Stationen macht die Ausstellung aufmerksam auf Themen wie Teenagerbeziehungen, rechtliche Folgen sexueller Gewalt, sexistische Werbung und Pornographie, Flirts, Klischees und Grenzen. Ziel ist es, für sexuelle Grenzverletzungen zu sensibilisieren, zu informieren und die sozialen Kompetenzen der Jugendlichen zu stärken. Die Schlagwörter der fünf Stationen lauten: Sex Sells, Trial & Error, Stop & Go, Love & Hate sowie Law & Order.

Begleitet wird die Ausstellung durch zahlreiche Flyer aus den Beratungsstellen der Gewaltprävention. In der Vorbereitung sei die Zusammenarbeit mit den Beratungsstellen außerordentlich gut gewesen und von hohem Interesse gekennzeichnet, betont Schulsozialarbeiterin Christine Johannimloh, die sich eine verstärkte Netzwerkarbeit weiter erhofft. Beispielhaft tauschen sich Edith-Stein-Berufskolleg und Michaelsschulen schon seit geraumer Zeit aus. „In unseren Schulen ist die Prävention fest im Schulprogramm verankert“, sagt Irena Bruster, Präventionsfachkraft der Michaelsschulen. Die Präsentation der Ausstellung oder das Angebot von Selbstbehauptungskursen seien nur ein paar Bausteine in dieser Arbeit.

Das Erzbistum Paderborn unterstützt die Arbeit an den Schulen. Mit dem Präventionsprogramm „Augen auf! – Hinsehen und schützen“ sollen Anstrengungen und Maßnahmen zur Vorbeugung vor sexualisierter Gewalt getroffen werden. Mit der Fort- und Ausbildung von Präventionsfachkräften, Schulungsreferentinnen und Schulungsreferenten sowie Begleiterinnen und Begleitern von Schutzkonzepten stärkt die Koordinationsstelle „Prävention von sexualisierter Gewalt im Erzbistum Paderborn“ die Kultur des achtsamen Miteinanders.

Der interaktive Präventionsparcours des PETZE-Instituts macht vom 27. April bis zum 17. Mai auch Station im neuen Hörsaal der Katholischen Hochschule (KatHO NRW) in Paderborn.

Weitere Infos zu petze:

https://www.petze-institut.de/projekte/echt-krass-ab-klasse-8-und-jugendhilfe/

https://www.youtube.com/watch?v=WxHIa-32pSA