Praxishilfen

Prozess initiieren

  • Dokumentation der IST-Strukturen vor Ort

    Aller Anfang ist in der Regel schwer. Deshalb lassen Sie sich ausreichend Zeit für die Etablierung Ihres Projektes. Sie brauchen zunächst einen Überblick über die genauen Strukturen vor Ort und müssen wissen, wer die Akteure in Person sind. Vor allem ist es wichtig, die jeweils verantwortlichen Leiterinnen und Leiter der Gruppierungen, Einrichtungen und Dienste zu kennen und in das Projekt einzubinden. Denn wer im laufenden Betrieb dafür verantwortlich zeichnet, dass sein Bereich ein sicherer Schutzraum wird und bleibt, muss auch in der Erstellungsphase des Schutzkonzeptes miteinbezogen sein.

    Welche kirchlichen und ggf. nichtkirchlichen Einrichtungen und Institutionen gibt es in Ihrer Gemeinde? Welche Akteure sind beteiligt? Erfassen Sie sie sorgfältig mit Leitungsposition, Namen und Kontaktdaten. Nur die vollständige Erfassung aller Verantwortlichkeitsbereiche stellt sicher, dass alle leitenden Akteure am Prozess beteiligt werden und dauerhaft verantwortlich zeichnen für die Erstellung des Schutzkonzeptes und die Entstehung eines lückenlosen Schutzraumes.

    Icon für Excel-Dateien Praxishilfe „Ist-Strukturen vor Ort”
    Beispiel Kirchengemeinde

    Excel 13 KB

     

  • Berichten und Dokumentieren im Prozess der Schutzkonzeptentwicklung

    Um die Transparenz und Nachvollziehbarkeit aller Abläufe und Inhalte zu gewährleisten, ist es notwendig, alle Arbeitspakete, Abläufe und Entscheidungen im fortschreitenden Projekt zu dokumentieren. Schaffen Sie sich ein Instrument, mit dem Sie einen leichten Überblick über die Beteiligten und die zu erarbeitenden Inhalte gewinnen. Sonst wissen Sie nachher nicht mehr, wer eigentlich was schon erledigt hat und wo Sie noch einmal nachhaken müssen.

    Ein Beispiel hierzu finden Sie im Anhang für die Bestandsaufnahme/Risikoanalyse. Hier wird in einer Excel-Tabelle exemplarisch dargestellt, wie man die zu erledigenden Arbeitspakete und Inhalte zu den jeweiligen Projektteammitgliedern in Bezug bringen kann und damit jederzeit den Überblick behält. Übernommene Aufgaben können so einfach verfolgt und abgehakt werden.

    Wenn Sie bei der Dokumentation der Arbeitspakete möglichst frühzeitig den Bezug zu den Elementen des zu erstellenden Schutzkonzeptes schaffen, arbeiten Sie von Anfang an sehr zielgerichtet.

    Icon für Excel-Dateien Checkliste Arbeitspakete: Bestandsaufnahme/Risikoanlayse
    Excel 42 KB

     

Schutz- und Risikoanalyse

Schutzkonzepte umfassen eine Reflexion und Auseinandersetzung mit den einrichtungsinternen Strukturen, dem zugrundeliegenden Konzept, den Regeln, der Organisationskultur und der Haltung der Beschäftigten.

Die Analyse vorhandener und potenzieller Risiken für Kinder und Jugendliche in einer Organisation steht sinnvollerweise am Beginn einer jeden Konzepterstellung. In den Ausführungsbestimmungen der Erzdiözese Paderborn zu §3 PrävO ist dies in folgendem Nebensatz erwähnt: „Jeder kirchliche Rechtsträger hat, ausgehend von einer Risikoanalyse, Institutionelle Schutzkonzepte ... zu erstellen.“

Eine Bestandsaufnahme (Schutz- und Risikoanalyse) lenkt den Blick auf die potenziellen Schwachstellen einer Gruppierung, Einrichtung oder eines Dienstes. Sie hilft, sich über Gefahrenpotenziale und Gelegenheitsstrukturen bewusst zu werden.

Ebenfalls ist es in diesem Zusammenhang auch hilfreich, auf die gegebenen stärkenden und schützenden Bereiche zu schauen. Die entsprechenden Erkenntnisse bilden im weiteren Prozess eine gute Grundlage für die Entwicklung des jeweiligen Schutzkonzeptes sowie konkreter Präventionsmaßnahmen.

Zur weiteren Konkretisierung der bisher aufgezeichneten Aspekte zu institutionellen Schutzkonzepten möchten wir Ihnen mit dem sich hier anschließenden Fragebogen Anregungen für eine (einrichtungsbezogene) reflexive Auseinandersetzung mit institutionellen Begebenheiten, Strukturen, Ritualen und Routinen geben.

Icon für Excel-Dateien Mögliche Fragen im Rahmen einer Schutz- und Risikoanalyse
Excel 49 KB

 

Abgleich ISK – haben wir an alles gedacht?

Dieses Papier dient als Orientierungshilfe zum Abgleich („Haben wir an alles gedacht“) des Entwurfs eines institutionellen Schutzkonzeptes mit den Anforderungen, die in der Präventionsordnung und den dazugehörigen Ausführungsbestimmungen formuliert sind.

Icon PDF Abgleich ISK – haben wir an alles gedacht?
Checkliste
PDF 257 KB

 

Textbausteine für die Verschriftlichung eines Institutionellen Schutzkonzeptes in der Gemeindepastoral

Die folgenden Textbausteine können im Sinne einer Formulierungshilfe für die Erarbeitung Ihres trägereigenen Institutionellen Schutzkonzeptes für die Bereiche, in denen Kinder und Jugendliche vorkommen, genutzt werden. Sie sind aus der Trägerperspektive formuliert und können gegebenenfalls direkt für Ihr eigenes Institutionelles Schutzkonzept übernommen werden. Je nach Bedarf und Notwendigkeit müssen dann einrichtungs- bzw. trägerspezifische Ergänzungen und Ausgestaltungen vorgenommen werden.

Kirchengemeinden, die beispielsweise Träger von Altenhilfeeinrichtungen oder von Krankenhäusern sind, müssen dies im Rahmen der Erstellung des Konzeptes und damit auch in der Verschriftlichung berücksichtigen.

Deshalb können die folgenden Textbausteine auch keine abschließenden und differenzierten und für alle Arbeitsfelder gleichermaßen gültigen Formulierungen im Sinne eines Musterkonzeptes sein. Sie sollen vielmehr dazu beitragen, die Entwicklungsprozesse zu unterstützen und Träger und Einrichtungsleitungen dazu anregen, den Blick auf die eigene Einrichtung zu schärfen.

Icon für Worddokumente Textbausteine als Formulierungshilfe
Word 74 KB

 

Verwaltung und Dokumentation

Icon für Worddokumente C7 Erweitertes Führungszeugnis für ehrenamtlich Tätige
Anschreiben an ehrenamtlich Mitarbeitende
Word 39 KB

Icon PDF C4 Empfehlungen zur Einordnungen der Tätigkeiten
PDF 326 KB

Icon für Worddokumente Mögliches Muster zur Dokumentation der Einsichtnahme
Word 31 KB

Icon PDF C18 Muster der Selbstauskunftserklärung DBK
PDF 63 KB

 

Broschüren

Icon PDF Hinsehen und schützen
Handreichung zum Thema Prävention im Erzbistum Paderborn

PDF 11,5 MB

Icon PDF AUGEN AUF: hinsehen und schützen
Informationen zur Prävention von sexualisierter Gewalt an Kindern und Jugendlichen

PDF 2,5 MB

Icon PDF Entwicklung Institutioneller Schutzkonzepte
Konkrete Schritte und Empfehlungen aus der Praxis

PDF 3,8 MB

Icon PDF Institutionelle Schutzkonzepte
Aspekte zur Entwicklung

PDF 2,6 MB

Icon PDF Mantelschutzkonzept
Orientierungshilfe zur Entwicklung von institutionellen Schutzkonzepten in der Altenhilfe, Behindertenhilfe und im Krankenhaus

PDF 3,4 MB